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E-Learning an deutschen Hochschulen und die Integration neuer Medien in die klassische Lehre erfolgt meistens über E-Learning Projekte. Hier entwickeln Lehrpersonen Rahmenbedingungen, die nicht selten nur auf Ihre Erfahrungen hin und für Ihre Seminare geschaffen werden, ohne einen langfristigen Veränderungsprozess anzustossen.
Der „moderne“ Student, auch „Digital Native“ genannt, wird oft als „medienaffin“ bezeichnet und somit selten in den Veränderungsprozess – den den E-Learning Integration mit sich bringt und mit sich bringen muss – eingebunden. Doch viele Studien haben gezeigt, dass der – nennen wir ihn hier „Netaffine Student“ – uns bekannte Student wahrlich medienaffin ist! Jedoch darf man Medienkompetenz nicht mit Medienaffinität! Der Umgang mit Web 2.0-Tools ist tatsächlich für den Großteil der Studierenden kein Problem, jedoch wie steht es um eine E-Learning Infrastruktur?
Im breiten Maße nutzen die Studierenden an den deutschen Hochschulen die E-Learning Möglichkeiten lediglich als Dokumentenbasis – zusätzliche Vorlesungs- oder Seminarunterlagen werden geladen und lokal für die persönliche Nachbereitung gespeichert. Die Technologie hat aber einen weit aus höheren Stand erreicht und auch die Forschung der Didaktik der computerünterstützten Lehre haben in den letzten Jahren große Errungenschaften gebracht. Jetzt gilt es den „Netaffine Student“ in die Prozesse einzubinden und „e-Learning affine“ zu machen um so die Medienkompetenz „on the fly“ zu stärken.
Am einfachsten und nachhaltigsten lässt sich dies durch die Einbindung in E-Learning Projekte ermöglichen. Also eine „bottom up“ Strategie, die die Studierenden von Beginn an in die neuen Prozesse einbindet. Durch die Erprobung der einzelnen Lehrmodule aus den E-Learning Projekten entsteht bei den Studierenden der Wunsch nach einer flächendeckenden Verbreitung der neuen Technologie in andere Bereiche und Fächer. Die Studierenden wirken demnach nachhaltig als Motor um die Motivation zur Schaffung solcher Angebote bei den Lehrenden zur Schaffung zu stärken. Dadurch entsteht ein einfaches Marktprinzip, mit sich wechselseitig determinierenden Angebot von E-Learning und der Nachfrage danach auf Seiten der Studierendenschaft.
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