Sinnvolle Video-Einstellungen

Bei der Video-Aufzeichnung am Computer im Allgemeinen und mit LECTURNITY im Besonderen gibt es sehr viele Parameter, die zu beachten sind. Sie haben alle Auswirkungen auf die Qualität der Aufzeichnung. Dieses Dokument schlägt sinnvolle Einstellungen für die gängigsten Szenarien vor.

 

Szenarien

Das Wiedergabe-Szenario ist entscheidend für die Video-Einstellungen, die mit LECTURNITY bei der Aufzeichnung benutzt werden sollten. LECTURNITY bietet zwei grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten an, wie LECTURNITY-Aufzeichnungen wiedergegeben werden können:

  • Es wird eine Streaming-Lösung für die Wiedergabe verwendet (Real Media, Windows Media oder Flash).
  • Es wird der LECTURNITY Player für die Wiedergabe benutzt.

Grundsätzlicher Unterschied bei diesen beiden Szenarien ist, dass im Falle einer Wiedergabe mit dem LECTURNITY Player der Video-Strom nicht umkodiert werden muss, sondern gleich von Anfang an passend aufgezeichnet werden kann. Bei den drei Streaming-Lösungen wird das Video in ein anderes Format überführt; dies bedeutet, dass das Video, welches durch LECTURNITY aufgezeichnet wird, ein Zwischenprodukt ist, das möglichst hochwertig sein sollte.

 

Ziele

Das Ziel bei einer Video-Aufzeichnung ist es meist, möglichst gute Qualität bei möglichst geringer Bandbreite zu erreichen. Dies ist eine Gratwanderung, denn oft ist es nicht uneingeschränkt möglich, beides gleichzeitig zu erhalten.

In vielen Fällen möchte man zudem die LECTURNITY-Aufzeichnung vor einer Veröffentlichung (mittels LECTURNITY Publisher) mit Hilfe des LECTURNITY Editiermodus editieren. Dies muss ebenfalls bei den Einstellungen der Video-Aufzeichnung berücksichtigt werden, da ein Neukodieren der Video-Daten in den meisten Fällen zu einem Qualitätsverlust führt.

Editieren

Wie oben bereits angemerkt, ist es in vielen Fällen erwünscht, eine Aufzeichnung vor einer Veröffentlichung zu editieren, z.B. um die Aufzeichnung am Anfang oder am Ende zu Recht zu schneiden oder, um unerwünschte oder fehlerhafte Teile zu entfernen.

 

Falls schon abzusehen ist, dass das Video im Anschluss an die Aufzeichnung bearbeitet werden soll, so ist es oft sinnvoll, eine möglichst gute Qualität des Videos beim Aufzeichnen zu wählen, obwohl dies zu einer recht hohen Datenrate führen kann. Diese Datenrate ist dann jedoch nicht unbedingt für das Endprodukt maßgeblich. In der folgenden Bearbeitungsphase kann im Editiermodus, genau so wie im Aufnahmemodus, Einfluss auf die Datenrate genommen werden.

 

Aufzeichnen

Sie sollten sich jedoch bereits vor der Aufzeichnung entscheiden, welchen Codec Sie im fertigen Dokument benutzen wollen; diesen sollten Sie, ggfs. mit verschiedenen Einstellungen, durchgängig für alle Aufzeichnungen in Ihrem Projekt benutzen. Ein Mischen verschiedener Codecs in den verschiedenen Produktionsphasen kann zu Qualitätsunterschieden führen. Dies liegt zum Teil daran, dass verschiedene Codecs verschiedene Merkmale in den Videos (Farbintensität, Bild-Details etc.) verschieden bewerten.

 

Die folgenden Einstellungen sind für die Aufzeichnung in LECTURNITY sinnvoll, wenn die Aufzeichnung nachträglich bearbeitet werden soll:

 

 

Beachten Sie hier bitte, dass beim Codec iv50 (Indeo Video 5) bei der Aufzeichnung immer Quick Compress eingestellt sein muss, damit die Aufzeichnung problemlos gelingt.

 

 

Einstellungen des Codecs divx müssen im Einstellungsdialog des Codecs vorgenommen werden, der von Version zu Version geringfügig anders aussieht. Hier ein Beispiel von der Version 5.0.5:

 


 

Die hier vorgeschlagenen Codec-Einstellungen erzeugen recht große Video-Dateien. Dies ist so beabsichtigt, da dann das Editieren auf Quelldateien guter Qualität erfolgen kann. Beim Export des geschnittenen Projekts kann das Video dann auf die gewünschte Zieldatenrate gebracht werden, ohne dass die Ergebnisqualität von Anfang an beschränkt ist.

 

Exportieren

Beim Exportieren aus dem LECTURNITY Editiermodus müssen Sie wiederum das gewünschte Szenario beachten, d.h. ob das Dokument (nach Konvertierung in das LPD-Format durch den LECTURNITY Publisher) mit dem LECTURNITY Player wiedergegeben werden soll, oder ob aus dem Dokument ein Streaming Media-Dokument für den Einsatz im Web erstellt werden soll.

Wiedergabe im LECTURNITY Player

Bei Dokumenten, die im LECTURNITY Player wiedergegeben werden sollen, haben Sie die freie Auswahl an Video-Einstellungen. In diesem Abschnitt werden beispielhaft für die beiden gebräuchlichen Codecs Indeo Video 5 (iv50) und DivX (divx) Einstellungen vorgeschlagen, die Videos verschiedener Qualität und Datenraten liefern.

 

 

*) Anforderung, wenn mit dieser Einstellung direkt aufgezeichnet wird; bei Rekodierung durch LECTURNITY Editor hat diese Angabe keine Auswirkung.

 

 

*) Anforderung, wenn mit dieser Einstellung direkt aufgezeichnet wird; bei Rekodierung durch LECTURNITY Editiermodus hat diese Angabe keine Auswirkung.

 

Die angegebenen Datenraten sind ungefähre Werte. Diese können je nach Inhalt des Videos sowohl nach oben wie nach unten um bis zu 20% schwanken.

Wiedergabe über Streaming Media

Bei der Wiedergabe von LECTURNITY-Dokumenten über Streaming Media ist es vor allem wichtig, dass das Ursprungsmaterial gut ist. Anschließend wird das Video mit den Codecs von Windows Media, Real Media oder Flash weiterverarbeitet, um es auf eine gewünschte Qualität oder Datenrate anzupassen.

 

Als Ursprungsmaterial ist also grundsätzlich Video in so guter Qualität wie möglich zu benutzen. Es gelten hierbei die gleichen Empfehlungen wie für Dokumente, die mit Hilfe des LECTURNITY Editiermodus nachbearbeitet werden sollen.

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